Von Papier, Bergfalten und Zauberorten
Ich bin immer wieder erstaunt, was sich hier auf dem Land alles finden lässt.
In den letzten Tagen war ich selbst Workshopteilnehmerin und habe gelernt, wie sich Papier mit ziemlich einfachen Mitteln zu kleinen Büchlein falten lässt.
Zwei Tage lang habe ich herumprobiert, Bergfalten von Talfalten unterscheiden gelernt und mich darüber gefreut, wie erstaunlich vielseitig so ein Stück Papier sein kann.

Die Kursleiterin Janet ist passionierte Papierkünstlerin. Sie erntet selbst Hanf, schöpft daraus Papier und verarbeitet es zu ganz besonderen Stücken.

Ich habe ihr wahnsinnig gern zugehört. Allein die Art, wie sie über Papier sprach, klang in meinen Ohren so liebevoll. Es war ein schöner Workshop mit interessanten Frauen, von denen ich einiges mitgenommen habe.
Heute ging es für mich mit Papier weiter. Diesmal allerdings auf der anderen Seite des Tisches. Ich war mit meinen Zines und Stickern auf einem kleinen Festival in Woserin.
Schon beim Betreten des Geländes dachte ich: Ach, guck an. So etwas gibt es hier also auch.
Eine Wiese voller Camper, ein riesiges Küchenzelt, ein Workshopzelt, eine zusammengezimmerte Bühne und laute Musik. Dazwischen Menschen, die tanzten, aßen oder einfach irgendwo im Gras saßen. Alles wirkte liebevoll und sehr lebendig. Wie eine riesige Familienfeier mit etwas Fusion-Charakter.

Ich selbst hatte leider nur ein paar Stunden Zeit und kam vor allem für meinen Workshop. Es wurden kleine Zines gefaltet und Sticker gemacht. Nicht von wahnsinnig vielen Menschen. Der See nebenan hatte bei diesem Wetter vermutlich einfach die besseren Argumente. Aber die Menschen, die kamen, hatten Lust aufs Machen. Und dann saßen wir da, falteten, zeichneten und schnippelten gemeinsam vor uns hin. Das war sehr schön.
Was ich hiermit eigentlich zum Ausdruck bringen wollte:
Es gibt sie, diese Zauberorte in Mecklenburg. Man muss sie nur finden. (Gar nicht so einfach.) Oder jemanden kennen, der sie kennt oder man baut sich einfach selbst einen.



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