Nachhaltigkeit im Studio
- Studio Kuzo
- 12. Okt. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 2. Jan.

Neulich habe ich jemanden sagen hören, dass Kunst nicht nachhaltig sein muss. Dieser Satz ist bei mir hängen geblieben.
Vielleicht stimmt das sogar. Kunst darf übertreiben, scheitern, verschwenderisch sein, wenn es um Ausdruck geht. Trotzdem frage ich mich, ob sie nicht auch Verantwortung tragen kann. Zumindest dort, wo etwas oder jemand zu Schaden kommt.
Zum Beispiel beim Umgang mit Materialien. Wenn Acrylfarbe im Waschbecken ausgespült wird, verschwinden die Rückstände nicht einfach. Sie bleiben irgendwo. Dieser Gedanke lässt mich nicht ganz los.

Also frage ich mich: Welche Spuren möchte ich mit meiner Arbeit hinterlassen? Welche nähren und welche eher nicht?
Für mich bedeutet das, genauer hinzuschauen. Dinge zu verändern, ohne schon alle Antworten zu haben. Keine billige Acrylfarbe mehr, ja. Aber auch viele neue Fragen. Was heißt das für mein Studio? Fürs Ausprobieren? Fürs Anbieten? Für das, was ich Kunst nenne?
Der Anfang einer längeren Reise.
In diesem Sommer habe ich zum ersten Mal mit ökologischen Farben experimentiert. Das war ungewohnt. Prozesse dauern länger, Farben verhalten sich anders. Vielleicht ist dieses Langsamere gar kein Nachteil, sondern Teil der Sache?
In der Natur entsteht nichts in Sekunden. Dinge, die Bestand haben, brauchen Zeit. Vielleicht gilt das auch für Ideen. Oder für Farbe.
Ich weiß noch nicht, wohin das führt. Aber ich möchte mich damit beschäftigen. Schritt für Schritt. Mit Offenheit. Und mit der Lust, weiterzulernen.



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